deutsch mobil afis

Das Deutsche Kulturzentrum Akzente in Partnerschaft mit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Moldau schreibt den Wettbewerb zur Auswahl der teilnehmenden Schulen am Projekt DeutschMobil aus.

Das Projekt DeutschMobil wurde 2016 von der Deutschen Botschaft initiiert, um die deutsche Sprache an Schulen in der Republik Moldau zu fördern.

Im Rahmen des Projektes 2018 sollte die deutsche Sprache in der Republik Moldau weiterhin gefördert werden. Durch Sprachanimationen und Bereitstellung von Lehrbüchern wird zur Qualitätssteigerung des Deutschunterrichtes in vier ausgewählten Schulen beigetragen.

Voraussetzung für die Teilnahme am Projekt DeutschMobil ist das Ausfüllen des Anmeldeformulars. Das ausgefüllte Anmeldeformular ist bis zum 18. November 2018 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zuzusenden.

Für weitere Informationen und Details können Sie uns erreichen unter: +373 22 237660 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anmeldeformular_Deutsch_Mobil.pdf

 

conferinta gillen

Konferenz am 6. November 2018 im Nationalen Kunstmuseum Chisinau

 Dr. Eckhart Gillen

„Kunst nach Auschwitz und dem Gulag“

Wie die Künstler der 68er-Generation die Verdrängung der Vergangenheit überwunden haben

In Westdeutschland war die Dynamik der Studentenbewegung um 1968 in erster Linie bestimmt von der Frage nach der verdrängten Vergangenheit, dem Krieg und der NS-Diktatur. Das Schweigen der Eltern, vor allem der Väter, war der Nährboden für die Proteste. Auch die Demonstrationen gegen den Vietnam-Krieg seit 1967 und gegen die Notstandsgesetze im Mai 1968 sind unmittelbar verbunden mit der unbewältigten Vergangenheit.

Der Philosoph Theodor W. Adorno schlug vor, den Prozess der „Aufarbeitung“ der beiden Diktaturen von Hitler und Stalin in Anlehnung an Sigmund Freuds psychoanalytische Methode als Selbstaufklärung durch Entmythologisierung der eigenen Geschichte im Sinne eines ‚Wieder-holens’ des buchstäblich Verdrängten, Anstößigen, Tabuisierten voranzutreiben. Allerdings sind seine Überlegungen zugleich von der Skepsis getragen, ob nicht die öffentliche Aufforderung zur „Aufarbeitung“ das genaue Gegenteil dessen bewirke, was sie intendiert, nämlich „Abwehr“, „trotzigen Widerstand“, „Vergessen“, „endlich einen Schlussstrich ziehen wollen“. 

Die antifaschistische Erziehung in der DDR z.B. hat durch die einseitige Schuldprojektion auf den Westen Deutschlands diese Reaktionen gefördert. Die Deutschen in Ost und West werden in den 1960er-Jahren mitten in der geschichtsvergessenen Ära des Wirtschaftswunders, das an eine ewige Gegenwart wachsenden Wohlstandes glaubt, und des planmäßigen Aufbaus des Sozialismus, der auf die Zukunft fixiert ist, von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. `

Die Konferenz will den Beitrag der Künstler im Westen und Osten Europas zu diesem Aufklärungsprozess untersuchen. Es soll diskutiert werden, ob und wie es ihnen in ihren Werken gelang, die verdrängte Vergangenheit zurück zu holen und den Mythos von „Masse und Macht“ zu enthüllen. Als Beispiel können dabei auch Ulrich Baehrs Geschichtsbilder der 1960er-Jahre gelten, die die überlieferten und kolportierten Physiognomien und Rituale der Macht zum Thema haben. Wie auf ausgeblichenen, alten Fotografien wird Vergangenheit als Negativ, als gespenstischer Widerschein in der Gegenwart begreifbar.

 

UlrichBaehr afis

Ulrich Baehr – Gemäldeausstellung

7. November 2018

Das Nationale Kunstmuseum der Republik Moldau, Chisinau

Die Ausstellung findet vom 7. November bis 2. Dezember 2018 statt.

 

Vor 50 Jahren, ab Mitte der 1960er Jahre, breitete sich im westlichen Europa und in der Bundesrepublik Deutschland die Protestbewegung der Studenten aus, während in den Ländern des Ostblocks unter sowjetischem Einfluss die Doktrin vom Aufbau des Sozialismus herrschte, so auch in der „Deutschen Demokratischen Republik“ und in Moldawien, der damaligen „Moldawischen Sowjetischen Sozialistischen Republik“.

Die Studenten in Westdeutschland engagierten sich für die Demokratisierung der Gesellschaft. Ihre Proteste richteten sich vor allem gegen die Verdrängung der Naziherrschaft und ihrer Verbrechen aus dem öffentlichen Bewusstsein, aber auch gegen den Krieg der USA in Vietnam. Sie solidarisierten sich mit den Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt.

Daran beteiligten sich auch Kulturschaffende wie Schriftsteller, Theaterleute und Künstler.

Ulrich Baehr beschäftigte sich in dieser Zeit auf ironische Weise mit den ästhetischen Inszenierungen und den Propagandaposen der Machthaber des 20. Jahrhunderts, wie Hitler, Stalin, Mao Tse Dung, US-Präsident Johnson u.a.. In seinen „Historienbildern“ ist der Einfluss der amerikanischen Pop-Art unverkennbar.

Unter dem Titel „Das 20. Jahrhundert“ schuf er Anfang des neuen Jahrhunderts eine Serie von großformatigen Gemälden mit spektakulären Schiffsuntergängen, die auch als Metaphern für den Untergang der politischen Herrschaftssysteme des 20.Jahrhunderts, des Nationalsozialismus und des Sowjetkommunismus, gelesen werden können.

Ulrich Baehr

*1938 in Bad Kösen/Saale

1958 –1963     Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin und der Freien Universität Berlin

1962                Stipendium der Stresemann-Stiftung für die Ecole-des-Beaux-Arts Paris

!966                Gründungsmitglied der ersten Selbsthilfegalerie Deutschlands, „Großgörschen 35“

1980                Stipendium für das PS 1 New York

1983                Studienaufenthalt in der „Villa Serpentara“, Olevano, Italien

1984                Otto-Nagel-Preis der Berliner Sparkasse

1987 - 2003     Professur für Malerei und Kunst im öffentlichen Raum an der Fachhochschule Hannover

1997                Studienaufenthalt in der „Villa Aurora“, Los Angeles

2006                Deutscher Kritikerpreis

Zahlreiche Ausstellungen im Deutschland und im Ausland, z.B.

1966                Ulrich Baehr, Galerie Großgörschen 35, Berlin

1967                Berliner Maler und Bildhauer“, Athen

1969             „Berliner Künstler“, Städtische Kunsthalle Budapest

1977             „Berlin Now“, New York

1977                Ulrich Baehr,   „Wohin mit den Händen?“, Künstlerhaus Bethanien Berlin, Kunstverein Hamburg, Kunstschau Böttcherstrasse Bremen

1978             “Ugly Realism”, ICA London

   

1981                Ulrich Baehr, PS 1,  New York

1982             “Arte come Arte”, Biennale Venedig

1988             Ulrich Baehr, Staatliche Kunsthalle Berlin

1991             “Interferenzen”, Riga, St. Petersburg

2002             Ulrich Baehr, Städtische Galerie  Hannover

2008             “German Art during the Cold War”, Los Angeles County Museum

2010             Deutsche Kunst im Kalten Krieg“, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Deutsches Historisches Museum Berlin

2013            Ulrich Baehr, „Landschaft und Geschichte“, Retrospektive Kubus Hannover

2014           „Aufbruch zur Kunststadt Berlin – Großgörschen 35“, Berlin, Regensburg

2018           „Flashes of the Future“, Ludwig Forum Aachen

Diese Ausstellung wird vom Nationalen Kunstmuseum der Republik Moldau in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturzentrum AKZENTE organisiert und wird vom Goethe-Institut in Rumänien, der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Moldau und dem Ministerium für Bildung, Kultur und Forschung der Republik Moldau unterstützt.

emec afis web

Am 28. September, um 22:00 Uhr, wird das lehrreiche Kulturprojekt EMEC (Electronic Music Educational Collaboration) im Zentrum ARTICO stattfinden. Das Projekt wird vom Deutschen Kulturzentrum AKZENTE in Zusammenarbeit mit Alliance Française Chisinau – Moldovie, die OLAN DEEP Gemeinschaft und mit der Unterstützung des Goethe-Instituts Rumänien und der Botschaft von Frankreich aus der Republik Moldau organisiert.

EMEC ist über Kultur, Kunst und Freundschaft ohne Grenze. Unsere gemeinsame Sprache ist die Musik, und besonders - elektronische. Unser Ziel ist die Erziehung des kritischen Denkens und der selektiven Einstellung  zur Musik.

Die Veranstaltung hat zwei Teile: Night party und einen Workshop mit besonderen Gästen Sammy Dee (Berlin/DE) und Lowris (Paris/FR).

Die Gäste werden bei den lokalen Künstlern Dubfound, Holchin und OLAN DEEP unterstützt.

Partners: ARTICOSwoon, Olan Deep

Frei Eintritt /18+

Es ist nicht erlaubt der Zugang mit alkoholischen Getränken oder anderen verbotenen Substanzen.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Facebook – Veranstaltung:

https://www.facebook.com/events/279314682882532/

 

afis prezenatre

07. September 2018, um 19:00 Uhr

Zpațiu ( Alexei Sciusev Str. 103, Museum Zemstvei)

Freier Eintritt!

Die Theatergesellschaft Rimini Protokoll ist in Berlin gegründet worden und ist ein der bekanntesten Theaterteams der Welt.

Remote X ist die Theaterinszenierung, die Rimini Protokoll international bekannt machte und ist in mehr als 40 Städten auf der ganzen Welt produziert worden (Remote Berlin, New York, Moskau, Lissabon, Paris, Wien, London, Abu Dabi, Vilnius, Sao Paolo usw.).

Remote X beschäftigt sich mit der künstlichen Intelligenz, Big Data, menschlicher Berechenbarkeit und kombiniert Theaterelemente, Ausflüge, Computerspiele und Quest unterainander. Wenn sich das Projekt von einer Stadt in die andere bewegt, passt sich jede Version an die Spezifik der neuen Stadt an, in der sie produziert wird.

Speaker: Aljoscha Begrich

Aljoscha Begrich, 1977 in Bernau bei Berlin (Deutschland) geboren, ist Drehbuch- und Bühnenautor. Nach seiner Arbeit als Bühnenbildner an verschiedenen Theatern begann er 2010 in Projekten für Rimini Protokoll, wie z.B. Remote X oder Truck Tracks Ruhr, zu arbeiten. Seit 2014 ist er Bühnenautor am Berliner Gorki Theater, gemeinsam mit Künstlern wie Ersan Mondtag, Oliver Frljic und Marta Gornicka.

Drei Tage lang werden Aljoscha Begrich, Axel Toepfer und Sava Cebotari die kreative Schreibwerkstatt und das School of viewing mit der Beteiligung von 11 jungen moldauischen Künstlern leiten, deren Ergebnisse am 10. September 2018 während einer öffentlichen Präsentation dem breiten Publikum vorgestellt werden.

Kurator des Projekts: Sava Cebotari

Diese Präsentation gehört zum Projekt Contemporary Drama School des moldauischen Kulturzentrums AZART- eine Reihe von Workshops zum Thema dramatisches und kreatives Schreiben. Das Projekt wird vom Deutschen Kulturzentrum AKZENTE, vom Goethe-Institut Rumänien, von der Schweizerischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), vom Ministerium für Bildung, Kultur und Forschung der Republik Moldau unterstützt.

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moldox 2018

Die dritte Ausgabe des Internationalen Dokumentarfilmfestivals MOLDOX findet vom 1. September bis zum 5. September 2018 traditionell in Cahul statt. Das Programm umfasst 23 Dokumentarfilme aus der Republik Moldau, Brasilien, Bolivien, den USA, Australien, Spanien, Frankreich, Deutschland und Rumänien.

Die Filme wurden auf internationalen Festivals wie Sundance ausgezeichnet oder bei Oscar nominiert und behandeln ein aktuelles Thema - die Korruption.

Deutschland wird im Rahmen des Festivals MOLDOX von der Regisseurin Steffi Wurster, von den Produzenten Simone Baumann und Gregor Hutz vertreten. 

Das Festivalprogramm umfasst außer Filmvorführungen noch:

  • Ein akustisches Musikkonzert von Via Daca,
  • Eine Karikaturenausstellung von Alex Buretz,
  • von Vasile Ernu moderierte Diskussionsrunden über das Thema Korruption mit: Nicolae Dandis, Bürgermeister von Cahul, Alexandru Tanase, ehemaliger Justizminister, Natalia Morari, Journalistin, Mihai Stratulat, Kinderarzt.

Freier und kostenloser Eintritt und Zugang zu allen Festivalevents. 

Kostenloser Transport Chisinau - Cahul - Chisinau wird täglich während des Festivals zur Verfügung gestellt.

Das vollständige Programm des Festivals und weitere Details finden Sie unter: http://moldoxfestival.com

Das Internationale Dokumentarfilmfestival MOLDOX wird von der NGO MOLDOX mit Unterstützung des Deutschen Kulturzentrums AKZENTE und des Goethe-Instituts Rumänien organisiert.